Schlusspräsentation

Das war der Abschluss der #Ideenfahrt - die abgefahrene Ideenwerkstatt für die Bewerbung zur Regionale 2025
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Das war der Abschluss der #Ideenfahrt auf der Nordhelle am 24. Mai 2019

#Ideenfahrt - Das war die Schlusspräsentation
#Ideenfahrt - Wie aus Ideen Konzepte werden
#Ideenfahrt - Die abgefahrene Ideenwerkstatt
#Ideenfahrt - Uwe Schmalenbach | Herscheid
#Ideenfahrt - Jan Nesselrath | Meinerzhagen
#Ideenfahrt - Frank Emde | Kierspe
#Ideenfahrt - Michael Brosch | Halver
#Ideenfahrt - Jörg Schöneberg | Schalksmühle
#Ideenfahrt - Das Fest der Ideen als Katalysator
#Ideenfahrt - Mit Ideen und Workshops zu Visionen
#Ideenfahrt - Wir suchen Ideen für die Regionale 2025
#Ideenfahrt - Aufbau Fest der Ideen
Worum geht’s?

Gemeinsam suchen wir Ideen, die Ihren Ort, ja die ganze Region in digitalen Zeiten noch lebenswerter machen. Was kann uns dabei aus der digitalen Welt helfen?  Welche Projekte gestalten unsere Region nachhaltig? Wie bleiben wir ein authentischer Ort, um uns Zuhause zu fühlen?

Die fünf Orte Herscheid, Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle haben sich zur Region „Oben an der Volme (OadV)“ zusammengeschlossen und wollen sich gemeinsam auf das Strukturförderprogramm Regionale 2025 in Südwestfalen bewerben, um Ihre Region zu stärken und sie fit für die Zukunft zu machen. Um digitale, nachhaltige und authentische Projektideen zu entwickeln, brauchen wir Ihre Hilfe!

 

Was ist die Regionale 2025?

Unter dem Motto „Digital – Nachhaltig – Authentisch (DNA)“ spannt sich die Regionale 2025 um neun Themenbereiche auf:

Digitale Mitten | Mobilität fürs echte Leben | Smart Living | Gesundheit! Südwestfalen | Kultur @Suedwestfalen | Wir in Südwestfalen | Digitale Kompetenzlandschaft | Digitale Bildung | Echte-Wertschätze aus Südwestfalen

Hierzu wollen die fünf Orte, gemeinsam mit Ihnen, innovative Ideen und Projekte entwickeln und einreichen.

 

Bereits 2009 starteten vier Kommunen – Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle – ihre interkommunale Zusammenarbeit und erarbeiteten 11 Leitprojekte. Mit Förderungen aus dem Topf der Regionale 2013 und dem Leader-Programm wurden und werden diese nach und nach umgesetzt. Um die Region gemeinsam noch stärker und lebenswerter zu machen, hat sich dieser Initiative für die Bewerbung zur nächste Regionale 2025 auch die östlich gelegene Gemeinde Herscheid angeschlossen.

 

Ideenwerkstatt

In Zusammenarbeit mit nonconform haben die 5 Orte eine maßgeschneiderte Bürgerbeteiligung entwickelt – „Die abgefahrene Ideenwerkstatt“.

Gemeinsam mit Ihnen sollen innovative und zukunftsfähige Ideen für Projekte gefunden werden, die den Anforderungen der Regionale 2025 – DNA entsprechen! Haben Sie eine Idee oder sind Sie einfach neugierig? Sie können sich ganz unterschiedlich einbringen und mitmachen.

Ab sofort haben Sie hier die Möglichkeit Ihre Idee auf der Ideenwand zu platzieren oder über Social-Media-Kanäle unter dem #Ideenfahrt zu teilen.

Ab Mai halten Sie zudem Ausschau nach der Ideenbox in Ihrem Rathaus oder an Ihrer Ideen-Haltestelle. Ideenzettel dort ausfüllen und einwerfen!

Vom 21. Mai bis 24. Mai 2019 hatten Sie täglich die Gelegenheit, uns Ihre Ideen und Anregungen persönlich mitzuteilen, mit anderen zu diskutieren und direkt weiterzuentwickeln. An den 4 Tagen vor Ort wurde das Ideen-Mobil gestartet, um Sie einzuladen mit auf Ideenfahrt zu kommen. Bis Ende Juni 2019 haben Sie zudem noch Gelegenheit, Ihre Ideen online hier auf der Ideenwand zu post. Merken Sie sich die kommenden Termine unter “Fahrplan” vor und bleiben Sie informiert, wie es nun weitergeht! 

Aus den Medien

Ideenwand

Vor der Ideenwerkstatt im Mai haben Sie bereits jetzt die Gelegenheit, Ihre Ideen zu teilen – gleich hier auf der Ideenwand, über Facebook oder auf Instagram & Twitter unter #Ideenfahrt.

Registrieren Sie sich und senden Sie Ihre Ideen oder holen Sie sich zuerst Inspiration bei den bereits geposteten Ideen!

Fahrplan

Der Vertiefungsworskhop findet am Abend des 4. Juli 2019 statt.

Uhrzeit: 18-22 Uhr
 
Ort: Ratsaal Meinerzhagen 
Rathausgebäude I
Bahnhofstraße 15
58540 Meinerzhagen

Die in der Ideenwerkstatt gesammelten und herausgefilterten Leitideen werden im Vertiefungsworkshop weiter ausgearbeitet und geschärft, so dass spätestens im Oktober 2019 das fertige „Rahmen-, Handlungs- und Zielkonzept (RHZ)“ für die Region OadV zur Regionale 2025 präsentiert werden kann. Wir freuen uns über die Teilnahme aller Ideengeber*innen und Projektinitiator*innen.

Gemeinsam suchen wir Ideen, die Ihren Ort, ja die ganze Region in digitalen Zeiten noch lebenswerter machen.

Was kann uns dabei aus der digitalen Welt helfen?

Welche Projekte gestalten unsere Region nachhaltig?

Wie bleiben wir ein authentischer Ort, um uns Zuhause zu fühlen?

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Virtuelle Escape Rooms

Virtuelle Escape Rooms bieten unterschiedlichen Zielgruppen (Bevölkerung/Tourismus/Unternehmen/Schulen) ein interessantes Angebot. Das Angebot soll volmespezifisch gestaltet und mit den Zielgruppen erarbeitet werden. Eine schöne Möglichkeit für die Region sich mit...

Kulturelle Identität im ländlichen Raum

Im Grusswort des Kompass Südwestfalen 2018 der Gesellschafter der Südwestfalenagentur und der Ministerin kommt nicht einmal das Wort Kultur vor. Wohl wird die Abwanderung „Die Jungen zieht es weg“ beklagt und dann die Chancen durch eine Digitalisierung beworben, der...

Aus den Medien

Und noch einer;)

Aus den Medien

Hier ein Bericht über die Schlusspräsentation auf der Nordhelle

Privates Carsharing fördern

Die Organisation von Carsharing im ländlichen Raum fördern. Der Aufbau und der Betrieb stellt sich in kleinen Kommunen problematisch dar. Hier könnte eine Förderung durch die Regionale hilfreich sein.

Unser Dorf hat Zukunft

Ideenwerkstadt zur Regionale 2025 Ev. Kirchengemeinde Kierspe Carsten Möller Hermann Reyher Heinestr.1 Glatzer Weg 8 58566 Kierspe 58566 Kierspe carstenmoeller2@gmx.net ullareyher@yahoo.de Unser Dorf hat Zukunft Die über 800 Jahre alte Margarethenkirche mit Häuserring...

Bildungseinrichtung als Berufskolleg

Der Märkische Kreis betreibt 4 Bildungseinrichtungen als Berufskolleg oder Fachschule für unterschiedliche Berufsfelder, der Südkreis ist dabei unterrepräsentiert. Entweder in Trägerschaft des MK oder auch unabhängig davon würde die Region von einer solchen...

Steigerung der Freizeitattraktivität in Kierspe

1. Generell mehr Bänke inkl. Liegebänke, wie z.B. entlang der Lenne in Plettenberg, an landschaftlich reizvollen Aussichtspunkten und Spazierwegen 2. Kneippanlage inkl. Festinstallierter Fitnessgeräte und Barfusspfad, wie z B. Kneipperlebnis Koppelschleuse in Meppen...

Vernetzung ÖPNV in allen Kommunen

Es wäre schön eine bessere Vernetzung beim ÖPNV hinzu bekommen. Z.B. dass man die Busse an die Abfahrtszeiten der Bahn anpasst, daß man ohne große Wartezeiten z.B. in Kierspe einen Anschlußzug Richtung Meinerzhagen oder Brügge bekommt. wenn es so wie hier nicht...

Virtuelle Escape Rooms

Virtuelle Escape Rooms bieten unterschiedlichen Zielgruppen (Bevölkerung/Tourismus/Unternehmen/Schulen) ein interessantes Angebot. Das Angebot soll volmespezifisch gestaltet und mit den Zielgruppen erarbeitet werden. Eine schöne Möglichkeit für die Region sich mit einem besonderen Angebot abzuheben.

Kulturelle Identität im ländlichen Raum

Im Grusswort des Kompass Südwestfalen 2018 der Gesellschafter der Südwestfalenagentur und der Ministerin kommt nicht einmal das Wort Kultur vor.
Wohl wird die Abwanderung „Die Jungen zieht es weg“ beklagt und dann die Chancen durch eine Digitalisierung beworben, der kulturelle Aspekt scheint aber in den Gedanken keine so große Rolle zu spielen.
Dabei ist es auch die kulturelle Orientierung nach dem Ruhrgebiet und der Rheinschiene, die für das Nichtzurückkehren der ursprünglich hier Geborenen ursächlich ist.
Seit Jahrzehnten ist der ländliche Raum auch in seiner Selbstwahrnehmung gewohnt, wohl zu funktionieren, aber keine Ansprüche zu stellen. Die große Kultur ist nun einmal in den Großstädten beheimatet, da kann man gar nicht gegen an.

Warum ist das so?
Historisch betrachtet sind die Städte der Rheinschiene und des Ruhrgebietes gewachsen und reich geworden und die IndustriellInnen gaben dann auch gern Geld für die Gründung von Theatern und anderen kulturellen Identifikationspunkten, die im Laufe der Jahrzehnte ihre eigene Strahlkraft entwickelten.
Der ländliche Raum – früher Provinz genannt – stellte Menschen, Produkte und die Naherholung. Dafür konnte er an den kulturellen und industriellen Errungenschaften teilhaben.
Arbeitsteilung sozusagen.

Nur das ist Schnee von gestern.
Die ländliche Region nennt viele „Hidden Champions“ und eine gut funktionierende Dienstleistungsgesellschaft ihr eigen.
Die Strahlkraft des Ruhrgebiets wird mit vielen Maßnahmen am Leben gehalten, die auch viele Fördergelder verschlingen.
Alles um das alte Verständnis und Verhältnis von ländlichem Raum und Großstadt zu erhalten. Sicher auch um den Menschen in den Städten ein angenehmes Leben zu ermöglichen, was ihnen auch gegönnt sein möge.

Die Realität heute ist so:
Wirtschaftlich sind die ehemals ärmlichen Landstriche zu eigenständigen und starken Regionen herangewachsen.
Nur kulturell befinden wir uns, dank der alten Förderpraxis, auf Ehrenamtsniveau. Engagierte Menschen, die es sich erlauben können, halten eine gewisse kulturelle Qualität am Leben. Kulturschaffende, die durch ihrer Hände und Köpfe Arbeit ein mehr als am Existenzminimum spielendes Leben führen, findet man selten.
Zu sehr ist es von allen Seiten akzeptiert, dass die „Provinz“ nicht taugt und die großen Künstler in den Städten zu finden sind.

So setzt die Regionale
auch – wie gewohnt – auf einen hohen Ehrenamtler Anteil, der von wirklich Kulturschaffenden nicht zu leisten ist. Von einem Unternehmer wird auch nicht erwartet, dass er zu Ehrenamtskonditionen sein Unternehmen führt.
Ein Paradigmenwechsel ist nötig, um auch auf kultureller Ebene den Schritt zu vollziehen, dass es die Jungen NICHT wegzieht.

Durch die flächendeckende Digitalisierung der Haushalte ist nun erstmals möglich, die räumlichen Defizite des ländlichen Raums zu kompensieren und eine eigenständige kulturelle Handschrift für die Region zu entwickeln.
Das funktioniert leider nicht mit Ehrenamtlern.
So sehr die Initiative der ideellen Selbstausbeutung auch zu begrüßen ist, darf der Staat nicht hinter diesem ambitionierten Tun seinen Auftrag verstecken. Kultur ist Staatsauftrag, dem sollte der Staat nicht nur in den quirligen Zentren nachkommen, sondern auch dort, wo der größte Teil seiner Steuerzahler sitzt – in den ländlichen Regionen.
Es ist schon bemerkenswert, wie geflissentlich das Förderdefizit der ländlichen Regionen übersehen wird.
Ein Beispiel: Fördersumme der öffentlichen Theater im Städteband von Bonn bis Dortmund über 400 Mio Euro pro Jahr. Fördersumme im bergischen Land, im Sauerland und dem Siegerland, bis auf kleine Ausnahmen Null.
Das ist nur historisch begründbar und verstößt gegen die Gleichstellung.
Nur sind die BewohnerInnen der ländlichen Räume zu bescheiden, um das zu fordern, was ihnen zusteht.

Es gibt noch zwei weitere Gründe, warum die Kulturelle Landschaft in den ländlichen Regionen so arm ist.
Erstens wollen alle Gemeinden „die Kirche im Dorf“ lassen. Das heißt, es wird eifersüchtig darüber gewacht, ob die Nachbargemeinde mehr bekommt und falls dies der Fall ist, gern viel dafür getan, dass das sich ändert.
Dabei ist klar am Beispiel Theater: irgendwo muss der Bau ja stehen, irgendwo geprobt werden, die Aufführungen können dann sicher flächendeckend stattfinden. Es ist ja schließlich CO2 neutraler, ein Theaterensemble von A nach B zu karren, als alle Zuschauenden.
Zweitens hält sich die Begeisterung erfolgreicher Unternehmer für kulturelle Förderung in Grenzen. Ich höre immer wieder, dass die dicken Schecks eher für die Sportvereine ausgestellt werden als für eine kulturelle Förderung.

Damit wagen wir einen Blick auf die Kulturschaffenden selbst, die sich in den ländlichen Regionen über Wasser halten oder knapp drunter.

Wer Erfolg haben will und damit im Umkehrschluss, wer Erfolg hat, geht in die Stadt. So habe ich es gelernt, als ich als Junger Mann Schauspieler wurde. Und prompt ging ich bei erster Gelegenheit von Remscheid nach Düsseldorf. Dieses Selbstverständnis findet sich noch heute oft in den Köpfen der Kulturschaffenden.
Wer sich dennoch „in der Provinz“ hält, wird demütig mit der Zeit. Entweder hat derjenige einen bürgerlichen Beruf, um seine Existenz abzusichern, oder lebt von Projekt zu Projekt, immer vor Augen, wie wenig seine/ ihre Arbeit wert ist. Oder es ist jemand, der seinen/ ihren Unterhalt in den Städten verdient und auf dem Land lebt.

Das Selbstverständnis und das Selbstbewusstsein kann unter solchen Umständen nicht wachsen und gedeihen und leider damit auch nicht das der Menschen auf dem Land, denn die Kulturschaffenden sind tatsächlich der Spiegel der Gesellschaft.

Wenn es also zu einer Trennung des an sich tief in der bürgerlichen Gesellschaft verankerten und völlig richtigen Gedanken des Ehrenamts von der Tätigkeit als Kultusschaffender käme, würde sich der ländliche Raum einen Gefallen tun.

Das kann nicht allein der Staat leisten, ähnlich wie in den damals stark wachsenden Städten des Ruhrgebiets die Unternehmen ihren Aufgaben gerecht wurden, auch dem kulturellen Leben einen Raum zu verschaffen, kann es nun im ländlichen Raum sein.

Was hat die Digitalisierung mit diesen Gedanken zu tun?
Durch die flächendeckende Digitalisierung der privaten Haushalte bietet sich erstmals eine Gelegenheit, den Raum, der zum einen die Schönheit des ländlichen Raumes ausmacht und zum anderen aber zur Vereinzelung bis zum Eigenbrötlertum führte, schrumpfen zu lassen in der virtuellen Welt der Kommunikation.
Die Gemeinde sollte eine digitale Parallele zu ihrer wirklichen Einwohnerschaft anbieten.
Das Netzwerk der Weiler und Dörfer, der Strassen Züge und Ortsteile abgebildet in einem digitalen Netzwerk, das auf dem Server beheimatet ist, das die Gemeinde zur Verfügung stellt.
Ein solches Netzwerk ist technisch machbar und finanziell darstellbar.

Wie könnte die Nutzung eines solchen Netzwerkes aussehen?

Dazu muss ich einen kleinen Diskurs über die Entstehung von kultureller Identität anbieten. Theater zum Beispiel gilt als Spiegel der Gesellschaft, mal als Hohlspiegel, mal als Konvexspiegel mit Colorierung und ohne. Die Theaterschaffenden genießen eine Ausbildung, sind vorher – meist – als begabt klassifiziert worden und schöpfen dann ihr Leben lang aus sich und ihrem Umfeld, um Kunst zu produzieren. Die Werke sind dann nicht nur Bestandteil des Kulturschaffenden, sondern auch Bestandteil der kulturellen Identität des Umfeldes – zum Beispiel der Stadt, in der die Kulturschaffende gewirkt hat oder vielleicht sogar größerer Räume.
Diese Menschen prägen also ihre Umwelt, haben deswegen eine besondere Verantwortung, beispielsweise wie die ÄrztIn für das Leben ihrer Schutzbefohlenen. Man spricht ja nicht ohne Grund von Berufenen.
Wie genau jedoch der Vorgang des kreativen Schöpfens funktioniert, wird immer wieder heiß diskutiert.

Ich möchte die Diskussion fokussieren.
In den USA ist der Director, der Regisseur, eine Sammelfigur, die an erster Stelle den Ablauf und die Umsetzung der Idee sicherstellt, also eher eine Art Kurator. Anders ist das Bild des Regisseurs in Europa, der – zumindest beim Regietheater – mehr eine innere Idee umsetzt und sich dazu des Apparates des Theaters oder Films bedient.
Nun bin ich kein großer Amerikafreund, aber ich verdiene einen Großteil meines Lebensunterhalts im Corporate Events Bereich – also Industrieveranstaltungen. Hier sagt immer der Auftraggeber/in, wo es langgeht, inhaltlich, ästhetisch überlässt der kluge Unternehmende die Gestaltung dem Experten, dem Kulturschaffenden. Ich weiß, dass die Frage, ob für Unternehmen arbeitende kulturschaffend sind, nicht abschließend geklärt ist. Wobei die Kreativwirtschaft ja zunehmend Beachtung erfährt. Dieser Punkt soll hier nicht diskutiert werden.
Wichtig ist das andere Selbstverständnis des Kulturschaffenden. Einmal das Genie, das den Entwurf der ästhetischen Lösung in sich trägt und einmal der kluge Verwalter, der die kreativen Impulse seines Umfeldes bündelt.

Zurück zur Frage der Nutzung des digitalen Netzwerkes im ländlichen Raum.
Wenn die Kulturschaffenden also mehr kluge Verwalter wären, wäre es mehr ihre Aufgabe, die Impulse der Bevölkerung in dem digitalen Netzwerk zu bündeln und dann einen ästhetischen Ausdruck zu verleihen.

Das wäre die Demokratisierung der Kunst. Abstimmungsprozesse führen zu einer Verdichtung eines Theaterstückes, sie definieren vielleicht sogar das Thema eines Theaterstückes. Die Kulturschaffenden beraten den Prozess. An den Stellen, an denen künstlerische Expertise gefragt ist, wird die Entscheidung durch die Kulturschaffenden gefällt.

Das wäre zum Beispiel wirkliches Bürgertheater.
Wer sich inhaltlich beteiligt, will auch das Ergebnis sehen, das Theater wäre voll und würde ein Abbild des demokratischen Prozesses sein, der vorher in der Region stattgefunden hat.
Natürlich unvollkommen, was wieder zu Diskussionen führt, aus denen die kulturelle Identität der Region hervorgeht.

Daraus resultiert eine interaktive virtuelle Diskussionslandschaft, die durch die Werke eine Verortung in der Landschaft erfährt.
Die Kulturlandschaft ist nicht mehr nur bäuerlich geprägt, sondern wird zu einem Park, der sich durch die Beteiligten ständig verändert und ein Spiegel der Meinungen und demokratischen Prozesse ist.

Aber – leider- so etwas kostet Geld und ist nicht durch Ehrenamtler zu leisten. Allerdings besteht hier die Chance etwas wirklich Neues zu schaffen.

Dazu könnte ein Kulturschaffender und eine digitaler Expertin die Gemeinden beraten, um den Aufbau und die Nutzung eines regionalen digitalen Netzwerkes zu begleiten. Dieses Team könnte die Region beraten, da die Strukturen der Gemeinden ähnlich sind.

Erst der Zusammenschluss der Gemeinden in der virtuellen Welt lässt eine größere Gruppe wachsen, die digital und betreut durch Kulturschaffende miteinander kommuniziert.

Deshalb beantrage ich die Schaffung eines solchen Teams.
Kai Mönnich

Privates Carsharing fördern

Die Organisation von Carsharing im ländlichen Raum fördern. Der Aufbau und der Betrieb stellt sich in kleinen Kommunen problematisch dar. Hier könnte eine Förderung durch die Regionale hilfreich sein.

Unser Dorf hat Zukunft

Ideenwerkstadt zur Regionale 2025
Ev. Kirchengemeinde Kierspe
Carsten Möller Hermann Reyher
Heinestr.1 Glatzer Weg 8
58566 Kierspe 58566 Kierspe
carstenmoeller2@gmx.net ullareyher@yahoo.de
Unser Dorf hat Zukunft

Die über 800 Jahre alte Margarethenkirche mit Häuserring in Kierspe-Dorf bildet den historischen Ortskern der heutigen Stadt Kierspe. Er spiegelt noch den ursprünglich ländlichen Charakter dieser Ansiedlung wieder. Die Kirche stellte den religiösen und gesellschaftlichen Mittelpunkt dar.
Der freie Platz um die Kirche war jahrhundertelang ein Friedhof. Der heu-tige Denkmalplatz gehörte allen Bürgern, weshalb er “Mark” genannt wurde. Mit der räumlichen Ausdehnung der Stadt haben sich aber die Schwerpunkte des Lebens verlagert. Um den alten Dorfkern ist es seit einem “Ladensterben” stiller geworden. Es fehlt an städtebaulichen Konzept, um diesen mit neuem Leben zu füllen. Aus der Evangelischen Kirchengemeinde und dem örtlichen Heimatverein hat sich nun eine Initiative gebildet, die eine Planungsidee entwickeln will, wie man diesen Siedlungskern wieder zukunftsfähiger machen kann. Betroffene Bürger sollen beteiligt werden, um wie früher viele gemeinsame und nachbarschaftliche Aktivitäten zu erreichen. Der Heimatverein bietet bereits seine Hilfe an. So soll der beispielsweise alte Dorfbereich in dreidimensionaler digitaler Form dargestellt werden. Aber daneben gibt es noch vieles andere zu entwickeln. Einige in die Jahre gekommene Hausfassaden könnten einen Anstrich bekommen. Diverse nackte Betonmauern, abgängige Zäune aber auch Wege und Einfahrten sollten einen dörflichen Charakter erhalten. Wünschenswert wäre auch die eine oder andere leere “Kneipe” zu einem Jugendtreff zu machen um Jugendlichen in unserem ländlichen Bereich eine weitere Perspektive zu bieten. Weiter könnten leerstehende Geschäfte mit jungen Startup-Unternehmen neu belebt werden.
So findet seit einigen Jahren bereits der gutbesuchte städtische zweitägige Weihnachtsmarkt um die Margarethenkirche statt unter Beteiligung zahlreicher heimischer Kindergärten, Schulen und auch Verei-ne.
Auch die weithin sichtbare Margarethenkirche weist bei genauerem Hin-sehen zahlreiche bauliche Mängel auf. Das Gotteshaus mit umlaufendem Platzbereich hätte nach einer Sanierung die Möglichkeit vermehrt, ein Aufführungsort für Konzerte, Lesungen und weiterer Veranstaltungen in der Stadt Kierspe zu werden. Um so die Margarethenkirche Kirche mit ihrem Umfeld zum kulturellen Mittelpunkt in Kierspe werden zulassen.

Wir sind überzeugt, dass es viele bürgerschaftliche Ideen geben wird: Man muss sie nur anpacken und umsetzen!

Bildungseinrichtung als Berufskolleg

Der Märkische Kreis betreibt 4 Bildungseinrichtungen als Berufskolleg oder Fachschule für unterschiedliche Berufsfelder, der Südkreis ist dabei unterrepräsentiert. Entweder in Trägerschaft des MK oder auch unabhängig davon würde die Region von einer solchen Einrichtung profitieren.
Der Fachbereich Informatik wird heutzutage in Firmen oder Behörden oft durch Quereinsteiger abgedeckt, die andere technische Berufe erlernt haben. Der Bedarf an Fachkräften im IT-Bereich wird im Zusammenhang, auch mit der Entwicklung Industrie-4.0, zur umfassenden Digitalisierung der industriellen Produktion stark zunehmen. Die Nutzung von verfügbaren Industriegebäuden in Meinerzhagen mit der Möglichkeit, nebenan Start-up-Unternehmen mit gemeinsamer Administration anzusiedeln, würde der heimischen Industrie (die Starthilfe geben könnte), dem positiven Einfluss auf die Altersstruktur, dem Einzelhandel und der Nutzung des guten Freizeitangebotes zu Gute kommen.
Inhalte der Ausbildung als 4jährige Teilzeitform oder 2jährige Vollzeitform mit den Inhalten
• Netzwerk-Administration und Systementwicklung
• Datenbank-Verwaltung und –Design
• Software-Entwicklung und –Engineering
• IT-Sicherheit
• Industrielle Prozessdatenverarbeitung
• Multimediales Informationsmanagement

Steigerung der Freizeitattraktivität in Kierspe

1. Generell mehr Bänke inkl. Liegebänke, wie z.B. entlang der Lenne in Plettenberg, an landschaftlich reizvollen Aussichtspunkten und Spazierwegen

2. Kneippanlage inkl. Festinstallierter Fitnessgeräte und Barfusspfad, wie z B. Kneipperlebnis Koppelschleuse in Meppen

3. Trinkwasserbrunnen am Volmefreizeitpark, Kleinspielfeldern Felderhof

4. Wasserspiele

5. Digitaler Bilderrahmen: Übergrosser Bilderrahmen an landschaftlich reizvollen Orten für Fotoshooting aufstellen, wie z.B. Höltingmühle Meppen, Schlosspark Schwerin

6. Mobiler Kaffeewagen im Vollmefreizeitpark

7. Schaffung einer Kleinkunstbühne in einem ehemaligen Industriegebäude oder ehemaligen Ladenlokal für heimische Bands, Theater, Lesung, Poetry Slam

8. Gemeinsamer Adventskalender mit täglichen Veranstaltungen an wechselnden Orten in den Städten Meinerzhagen und Kierspe

9. Vernetzung der Angebote in einer App “Oben an der Volme” inkl. Digitalem Adventskalender”